Gefäßzugänge

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ACHTEN SIE AUF IHREN GEFÄSSZUGANG FÜR DIE HÄMODIALYSE

Ihr Gefäßzugang ist Ihre Lebensader während der Dialyse. Unabhängig davon, ob Sie eine arteriovenöse Fistel oder einen zentralen Venenkatheter haben, ist unbedingt größte Sorgfalt erforderlich, um eine wirksame Behandlung zu gewährleisten und Komplikationen zu verhindern. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Gefäßzugang pflegen und schützen können.

Wissenswertes über Ihren Gefäßzugang

Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen zwei Arten des Gefäßzugangs für die Hämodialyse:

1/ Arteriovenöse Fistel (AVF, sogenannter „Shunt“): Die bevorzugte Option

Eine arteriovenöse Fistel wird als Gefäßzugang für die Hämodialyse empfohlen, da sie am längsten verwendet werden kann und das niedrigste Infektionsrisiko aufweist. Sie wird chirurgisch hergestellt, indem üblicherweise im Arm eine Arterie mit einer Vene verbunden wird.

Warum eine Fistel wählen?

  • Die Arterien-Venen-Verbindung erhöht den Blutfluss und macht die Vene größer und stärker.
  • Das erleichtert das wiederholte Setzen von Nadeln und sorgt für einen adäquaten Blutfluss für eine wirksame Dialyse.
  • Eine gut gepflegte Fistel kann viele Jahre halten.

Reifezeit

Nach dem chirurgischen Eingriff dauert es ca. ein bis drei Monate, bis sich die Fistel ausbildet und für die Dialyse verwendet werden kann. In dieser Zeit müssen Sie möglicherweise Übungen machen (z. B. einen Stressball drücken), um den Reifeprozess zu unterstützen.

2/ Zentralvenöser Katheter (CVC): Eine vorübergehende, aber riskante Lösung

Ein zentralvenöser Katheter ist ein flexibler Schlauch, der in eine große Vene, üblicherweise im Hals (Jugularvene) oder unter dem Schlüsselbein (Vena subclavia), eingeführt wird. Er wird in Notfällen verwendet oder wenn eine Fistel noch nicht einsatzbereit ist.

Vorteile

  • Ist sofort einsatzbereit, ohne Reifezeit.
  • Dient oft als vorübergehende Lösung, bis sich eine Fistel fertig entwickelt hat.

Nachteile und Risiken

  • Hohes Infektionsrisiko durch die externe Platzierung.
  • Höhere Gefahr von Blutgerinnseln (Thrombose).
  • Ist empfindlich und kann die körperliche Aktivität einschränken.

BEWÄHRTE PRAKTIKEN ZUM SCHUTZ IHRER FISTEL

Tägliche Selbstkontrolle Ihrer Fistel

  • Überprüfen Sie, ob Sie ein „Schwirren“ (ein Vibrieren oder Pulsieren) unter Ihren Fingern spüren – dies zeigt einen ordnungsgemäßen Blutfluss an.
  • Stellen Sie sicher, dass die Haut um die Fistel herum sauber ist und keine Rötung, Schwellung oder Schmerzen aufweist.
  • Wenn die Blutung nach der Dialyse längere Zeit andauert, drücken Sie mit einer sterilen Kompresse darauf und kontaktieren Sie Ihr Behandlungsteam, falls die Blutung nicht aufhört.

Schützen Sie Ihre Fistel im Alltag

  • Tragen Sie keine Uhren, Armbänder oder enge Kleidung am Shuntarm.
  • Vermeiden Sie Blutdruckmessungen oder Injektionen an diesem Arm.
  • Schützen Sie Ihren Arm vor Stößen oder Verletzungen (bei der Gartenarbeit, beim Heimwerken, beim Sport…).


Stimulieren Sie Ihre Fistel zur besseren Funktionstüchtigkeit

  • Führen Sie nach dem chirurgischen Eingriff regelmäßige Übungen mit der Hand durch, z. B. einen Stressball drücken, damit sich die Vene ordnungsgemäß ausbildet.

PFLEGE EINES ZENTRALVENÖSEN KATHETERS

Wichtige Hygieneregeln und Vorsichtsmaßnahmen

  • Berühren Sie die Katheter-Einstichstelle nie mit ungewaschenen Händen.
  • Halten Sie den Verband sauber und trocken. Wechseln Sie diesen nur mit Unterstützung einer medizinischen Fachkraft.
  • Vermeiden Sie es, mit Ihrer Kleidung oder Bewegungen am Katheter zu ziehen oder ihn zu drehen.
  • Während des Verbindens und Trennens der Dialyse sollten sowohl Sie als auch Ihre Pflegekraft eine Maske tragen, um das Infektionsrisiko zu reduzieren.

WANN SOLLTEN SIE IHRE BEHANDELNDEN ÄRZTE KONTAKTIEREN?

Holen Sie ärztlichen Rat ein, wenn Sie Folgendes bemerken:

  • Kein „Schwirren“ oder keine Vibration in Ihrer Fistel. Dies könnte auf eine Verstopfung hinweisen.
  • Rötung, Schwellung, Schmerzen oder ungewöhnliches Wärmegefühl am Gefäßzugang.
  • Anhaltende Blutung nach der Dialyse.
  • Fieber oder unerklärliches Unwohlsein, das auf eine Katheterinfektion hinweisen könnte.

Ein gut gepflegter Gefäßzugang ist für eine effektive Dialyse und mehr Wohlbefinden im Alltag wesentlich. Wenn Sie diese einfachen Praktiken befolgen, können Sie das Risiko für Komplikationen reduzieren und die Lebensdauer Ihres Gefäßzugangs verlängern. Zögern Sie nicht, sich im Falle von Zweifeln oder Fragen an Ihr Behandlungsteam zu wenden.


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