Konservative
Behandlung
UMFASSENDE KONSERVATIVE BEHANDLUNG : LEBENSQUALITÄT IM ZENTRUM DER ENTSCHEIDUNG
Die konservative Behandlung ist eine palliative Möglichkeit für Patienten mit fortgeschrittener chronischer Nierenerkrankung, die keine Dialyse oder Transplantation erhalten können oder wollen. In erster Linie soll dabei das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt und das Wohlbefinden des Patienten durch Symptomlinderung und Optimierung der Lebensqualität verbessert werden.20,21,23
Allgemeine Regeln der konservativen Behandlung
Diese Behandlungsart beruht auf einem ganzheitlichen und individuellen Ansatz,21 der folgende Bereiche umfasst:21 incluant :
- Konsequente Behandlung von Symptomen: In Bezug auf Schmerzen, Müdigkeit, Verdauungsprobleme, Ödeme und Bluthochdruck.20,23
- Umfassende medizinische und psychologische Betreuung: Eine regelmäßige Überwachung durch einen Nephrologen, Palliativpflegekräfte und Psychologen hilft bei der Bewältigung der emotionalen und körperlichen Auswirkungen der Krankheit.20,23
- Anpassung der medizinischen Behandlung: Anämie, Störungen des Elektrolythaushalts und metabolische Azidose müssen unter Kontrolle gehalten werden, um Komplikationen zu begrenzen.20,23
- Spezielle Überwachung der Ernährung: Anpassung der Ernährung, um die Belastung für die Nieren zu reduzieren und eine ausgewogene Ernährung beizubehalten (Reduktion von Salz, Beschränkung von Proteinen, Kontrolle von Kalium und Phosphat).20,23
- Soziale und familiäre Unterstützung: Einbeziehung der Angehörigen und Unterstützung des Patienten bei der Organisation seines Alltags sowie frühzeitigen Erkennung zukünftiger Bedürfnisse.20,23

Warum eine konservative Behandlung wählen?
Die Entscheidung für eine konservative Behandlung ist häufig durch mehrere Faktoren begründet:
- Fortgeschrittenes Alter und/oder Vorliegen mehrerer Begleiterkrankungen, die eine Dialyse oder Transplantation gefährlich machen.
- Der Wunsch des Patienten, die Lebensqualität einer belastenden Behandlung vorzuziehen.
- Fehlen eines geeigneten Spenders oder des Zugangs zu einem Spenderorgan.
- Der Wunsch, die logistischen und körperlichen Einschränkungen anderer Nierenersatztherapien zu vermeiden (häufige Fahrten, Nebenwirkungen von Medikamenten/Behandlungen, Auswirkungen auf den Lebensstil).
Eine informierte und unterstützte Entscheidung
Die Entscheidung für eine konservative Behandlung muss in Abstimmung mit dem Behandlungsteam, dem Patienten und seinen Angehörigen getroffen werden. Sie beruht auf einer umfassenden Beurteilung der Gesundheit des Patienten sowie seiner Vorlieben und Prioritäten in Bezug auf die Lebensqualität.
Regelmäßige Gespräche mit dem Nephrologen und den Palliativpflegekräften ermöglichen die Anpassung der Behandlung an den Krankheitsverlauf und die Bedürfnisse des Patienten, damit eine respektvolle und mitfühlende Begleitung am Ende des Lebens gewährleistet ist.