Ernährungsempfehlungen
10 Ernährungstipps zum Schutz Ihrer Nierenfunktion
Die Nieren übernehmen eine entscheidende Aufgabe bei der Ausscheidung von Giftstoffen, der Regulierung des Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalts und Produktion wichtiger Hormone. Eine gut angepasste Ernährung kann das Fortschreiten der Nierenerkrankung verlangsamen und zum Erhalt der Nierenfunktion beitragen.
Hier sind 10 Tipps für eine nierenfreundliche Ernährung34,35 :
1. Schränken Sie Ihren Salzkonsum ein
Zu viel Salz trägt zu hohem Blutdruck bei und belastet ihre Nieren. Der Salzkonsum sollte daher unter 6 g pro Tag bleiben. Verwenden Sie zum Würzen Ihrer Gerichte Kräuter, Gewürze und Zitrone statt Speisesalz. Vermeiden Sie verarbeitete Nahrungsmittel, Wurstwaren und Fertiggerichte, die viel Natrium enthalten.
2. Sorgen Sie für eine ausgewogene Proteinaufnahme
Proteine sind wichtig, jedoch kann übermäßiger Konsum die Verschlechterung der Nierenfunktion beschleunigen. Vor der Dialyse wird ein Verzehr von 0,8 bis 1 g Protein pro kg Körpergewicht pro Tag empfohlen. Bevorzugen Sie pflanzliche Proteine (Hülsenfrüchte, Vollkorn), da diese weniger Stoffwechselabfall produzieren.
3. Überwachen Sie Ihre Kaliumzufuhr
Kalium ist für die Muskel- und Herzfunktion unverzichtbar. Ein zu hoher Kaliumspiegel kann bei einer fortgeschrittenen Nierenerkrankung jedoch gefährlich sein. Schränken Sie kaliumreiche Nahrungsmittel wie Bananen, Kartoffeln, Spinat und Tomaten ein. Das Wässern von Gemüse und Wechseln des Kochwassers kann zur Senkung des Kaliumgehalts beitragen.
4. Reduzieren Sie den Phosphatkonsum
Hohe Phosphatwerte können die Knochen schwächen und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen. Nehmen Sie weniger Milchprodukte, Limonaden, verarbeitete Nahrungsmittel und Fleischwaren zu sich. Wählen Sie natürliche Kalziumquellen wie grünes Gemüse.
5. Trinken Sie ausreichend Wasser
Wasser hilft den Nieren beim Filtern der Giftstoffe. Die ideale Menge hängt von Ihrem Gesundheitszustand und den Empfehlungen Ihres Arztes ab. Bei fortgeschrittenem Nierenversagen kann die Einschränkung der Flüssigkeitsaufnahme notwendig sein, um Wassereinlagerungen zu vermeiden.
6. Bevorzugen Sie eine basische Ernährung
Der Säuregehalt im Blut kann sich durch eine Nierenerkrankung erhöhen. Um dies auszugleichen, nehmen Sie mehr basische Nahrungsmittel wie frisches Obst und Gemüse zu sich. Gleichzeitig sollten Sie säurebildende Nahrungsmittel wie rotes Fleisch, Käse und raffiniertes Getreide reduzieren.
7. Vermeiden Sie hochverarbeitete Lebensmittel
Lebensmittelzusatzstoffe, Konservierungsmittel und künstliche Farbstoffe in Fertiggerichten, Fast Food und Limonaden erhöhen die Belastung der Nieren mit Giftstoffen. Nehmen Sie hausgemachte Speisen mit frischen, natürlichen Zutaten zu sich.
8. Schränken Sie Ihren Konsum von Zucker und raffinierten Kohlenhydraten ein
Diabetes ist die Hauptursache von Nierenerkrankungen. Bevorzugen Sie zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels komplexe Kohlenhydrate (Vollkorn, Hülsenfrüchte) und schränken Sie schnelle Zucker (Gebäck, Limonaden, Süßigkeiten) ein.
9. Vorsicht mit Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln
Manche NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) und Nahrungsergänzungsmittel (besonders jene mit Kräutern) können die Nieren schädigen. Wenden Sie sich immer an Ihren Arzt, bevor Sie ein Medikament oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.
10. Sorgen Sie für eine an das Stadium Ihrer Nierenerkrankung angepasste, abwechslungsreiche Ernährung
Die Ernährungsbedürfnisse ändern sich mit fortschreitender Erkrankung. Eine regelmäßige Überwachung durch Diätberater oder Nephrologen ist für die Anpassung Ihrer Ernährung und den größtmöglichen Schutz der Nierenfunktion unbedingt erforderlich.