Chronische Nierenerkrankungen verstehen

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Eine chronische Nierenerkrankung, auch CKD genannt, bedeutet, dass die Nieren ihre Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen können. Um mit diesem Umstand gut zu leben, muss man die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten verstehen.

WELCHE AUFGABEN HABEN DIE NIEREN?

Die Nieren sind zwei bohnenförmige Organe, die sich auf beiden Seiten der Wirbelsäule befinden. Sie erfüllen mehrere wichtige Aufgaben für den Körper:

Blutfilterung Sie entfernen Giftstoffe und Stoffwechselabfälle, indem sie Urin produzieren.19
Wasserhaushalt Sie regulieren den Wasser- und Mineralsalzgehalt (Natrium, Kalium) im Körper.19,20
Blutdruckregulierung Sie steuern das Blutvolumen und sind Sitz des Renin-Angiotensin-Systems, das den Blutdruck regelt.20
Hormonproduktion Sie tragen zur Produktion von Erythropoetin (EPO) bei, welches die Produktion der roten Blutkörperchen anregt. Darüber hinaus aktivieren sie das Vitamin D, welches für die Knochengesundheit wichtig ist.21

Wenn sie nicht mehr richtig funktionieren, sind diese Aufgaben beeinträchtigt und haben Folgen für den gesamten Körper.

WAS IST NIERENINSUFFIZIENZ?

Die chronische Nierenerkrankung zeichnet sich durch eine fortschreitende Abnahme der Nierenfunktion aus. In frühen Stadien geschieht diese zumeist unbemerkt und kann sich über mehrere Jahre hindurch langsam entwickeln.20

Akutes Nierenversagen ist der plötzliche und schnelle Verlust der Nierenfunktion. Er wird oft durch eine Infektion, schwere Dehydrierung, Harnstau oder bestimmte nephrotoxische (nierenschädigende) Medikamente verursacht. Obwohl es durch die richtige Behandlung oft reversibel ist, kann es in manchen Fällen irreversibel werden und zu Stadium 5 der chronischen Nierenerkrankung führen, welches eine Dialyse oder Transplantation nötig macht.25


Die 5 Stadien der CKD20 :

  • Stadium 1: Nierenschaden mit normaler Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate > 90 ml/min). Wenige oder keine Symptome.
  • Stadium 2: Beginnende leichte Niereninsuffizienz (Filtration zwischen 60 und 89 ml/min). Eine medizinische Überwachung wird empfohlen.
  • Stadium 3: Mäßige Niereninsuffizienz (Filtration zwischen 30 und 59 ml/min). Es können erste Symptome auftreten.
  • Stadium 4: Schwere Niereninsuffizienz (Filtration zwischen 15 und 29 ml/min). Die Vorbereitung einer Ersatztherapie (Dialyse oder Transplantation) sollte in Erwägung gezogen werden.
  • Stadium 5: Endstadium der Niereninsuffizienz (Filtration < 15 ml/min.) Eine Dialyse oder Nierentransplantation wird lebenswichtig.


Eine frühe Erkennung und regelmäßige Überwachung tragen zur Verlangsamung des Krankheitsverlaufs und einer besseren Planung zukünftiger geeigneter Behandlungen bei.

WELCHE SYMPTOME TRETEN BEI CKD AUF?

Eine Niereninsuffizienz verläuft in den frühen Stadien oftmals ohne sichtbare Zeichen. Symptome treten meist erst dann auf, wenn die Nierenfunktion bereits beeinträchtigt ist.22 :

Körperliche Anzeichen:

  • Starke und unerklärliche Müdigkeit
  • Ödeme (Schwellungen an Knöcheln, Füßen oder im Gesicht)
  • Verringerte Urinmenge
  • Kurzatmigkeit oder Muskelschmerzen

Verdauungs- und Stoffwechselstörungen:

  • Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen:
  • Metallischer Geschmack im Mund:
  • Ständig juckende Haut:

Auswirkungen auf Blutdruck und Kreislauf:

  • Bluthochdruck:
  • Anämie und ständiges Kältegefühl

 

Diese Symptome sollten gleich einem Arzt gemeldet werden, um die Behandlung anzupassen.

WAS SIND DIE URSACHEN DER CKD?

Eine chronische Nierenerkrankung kann durch mehrere Faktoren verursacht werden.23 :

Zugrundeliegende Krankheiten:

  • Diabetes (Typ 1 und 2), die Hauptursache der CKD
  • Bluthochdruck: Dieser führt nach und nach zu einer Schädigung der kleinen Blutgefäße in den Nieren.
  • Autoimmunerkrankungen: z. B. Lupus, die die Nieren angreifen.
  • Pyelonephritis (Niereninfektion), die zu einer Nierenentzündung führen und das Nierengewebe direkt schädigen kann.


Genetische und erbliche Faktoren:

  • Polyzystische Nierenerkrankung, eine Erbkrankheit, die zur Bildung von Zysten an den Nieren führt.
  • Einige Formen der angeborenen Glomerulonephritis (z. B. Alport-Syndrom), die zu einer Nierenentzündung führen.


Äußere und toxische Ursachen:

  • Längere Verwendung bestimmter Medikamente, wie z. B. nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR).
  • Belastung durch Giftstoffe (Schwermetalle, industrielle Lösungsmittel).

Eine regelmäßige ärztliche Überwachung ist entscheidend, um diese Risikofaktoren zu erkennen und zu steuern.

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